Ostern wird alles anders

„Ostern fällt nicht aus. Wir feiern, anders als gewohnt, aber vielleicht mit noch mehr Herz und Sinn!“, Kreispfarrer Lars Dede und die Kirchengemeinden des Ammerlands laden ein zu Kirche zu Hause. (Foto: privat)

Sie brennen für die Liebe

Ev.-luth. Kirchengemeinden des Ammerlands entzünden gemeinsam das Osterlicht

 

Pünktlich um 12 Uhr werden am Ostersonntag die Glocken aller Ev.-luth. Kirchen im Ammerland läuten und in den Kirchen werden die Pastorinnen und Pastoren das Licht der Osterkerze entzünden. „Die Osterkerze steht für das Leben. Sie symbolisiert die Liebe Gottes, die den Tod überwunden hat“, sagt Kreispfarrer Lars Dede, der diese gemeinsame Aktion aller zehn Gemeinden des Kirchenkreises angestoßen hat. „Ich freue mich, dass wir als evangelische Christen mit dem Licht von Ostern in diesem Jahr auf diese Weise ein gemeinsames Zeichen der Hoffnung und der Liebe setzen.“ Normalerweise entzünden die Gemeinden im Verlauf feierlicher Ostergottesdienste die neue Osterkerze in ihren Kirchen. „Besonders eindrucksvoll geschieht dies in der Feier der Osternacht, wo die Gemeinde früh morgens in der dunklen und oft vollbesetzten Kirche zusammenkommt und mit dem Licht der aufgehenden Sonne die Auferstehung Jesu feiert“, so der Kreispfarrer. In diesem Jahr sei das nicht möglich. Als Zeichen der Verbundenheit und Nähe werden die Osterkerzen nun auf diese Weise entzündet. „Zusätzlich bieten die Gemeinden für die stille Woche vor Ostern, Gründonnerstag und Karfreitag sowie das Osterfest vielfältige Angebote vor Ort an, um auch unter den gegebenen Umständen dem österlichen Geschehen Raum zu geben.“ Auf den Internetseiten der einzelnen Kirchengemeinden und auf der Homepage des Kirchenkreises finden sich weiterführende Informationen zu all diesen Aktionen. „Mich berührt die Kreativität und die große Einsatzfreude in den Gemeinden sehr. Ob ehrenamtlich oder hauptamtlich Mitarbeitende, ob Kirchenmusik, Diakonie oder Jugendarbeit, ob junge oder alte Gemeindeglieder – von überall erreichen mich wunderbare Berichte von Ideen und Aktionen, die zeigen, wie verbunden und lebendig unsere Kirche im Ammerland ist. Gerade jetzt zu Ostern“, dankt der Kreispfarrer allen, die sich für die Menschen vor Ort in ihren Gemeinden einsetzen und wünscht allen neben frohen Ostertagen im Kreise ihrer Lieben: „Bleiben Sie behütet!“


Am Karfreitag läuten um 15 Uhr zur Todesstunde Jesu alle Glocken der Ev.-luth. Kirchen im Ammerland.

Am Ostersonntag um 12 Uhr werden unter dem Geläut aller Glocken in den Kirchen des Ammerlands die Osterkerzen entzündet. Ein Licht der Hoffnung, des Vertrauens und der Liebe, das der Finsternis wehrt und Wärme und Leben schenkt.

Kreissynode am 08.05.2020 wurde bis auf weiteres vertagt

Kreispfarrer Lars Dede verbindet mit dieser Absage die Hoffnung und die feste Zuversicht, dass es in absehbarer Zeit möglich sein wird, einen neuen Termin für eine Kreissynode anzuberaumen. Und macht den Synodalen im Ammerland Mut: "Ich freue mich von Herzen darauf, Sie wiederzusehen. Für den Weg, der vor uns liegt, wünsche ich Ihnen allen von Herzen Gottes Segen. Ich bin dessen gewiß, dass die österliche Freude unsere Herzen erfüllen kann, auch wenn uns jetzt manche Sorge drückt." Zugleich dankt der Kreispfarrer allen, die in der Kirche mitarbeiten für Ihren Dienste in dieser herausfordernden Zeit.

Kirche reagiert auf Herausforderung durch das Corona-Virus

19.03.2020

 

Hier finden Sie aktuelle Informationen rund um die Herausforderung durch das CORONA-Virus

 

Kirche reagiert auf Herausforderung durch das Corona-Virus

Ev.-luth. Kirche im Ammerland handelt in der Krise mit Maß und Mitte

 

Bad Zwischenahn. Die Ev.-luth. Kirchengemeinden des Ammerlands sowie die Werke und Einrichtungen des Kirchenkreises, die Jugendarbeit und die Kirchenmusik haben unter der Moderation des Kreispfarrers Lars Dede ihre Reaktion auf die Herausforderung durch das Corona-Virus abgestimmt. „Die Einschnitte sind schmerzlich, aber erforderlich, um diese Krise zu überwinden. Für uns Menschen ist Gemeinschaft wichtig. Aber in diesen Zeiten kommt es darauf an, neue Wege der Begegnung zu finden,“ sagt Kreispfarrer Lars Dede. „Ein Hoffnungszeichen sind für mich die Glocken, die zu den gewohnten Zeiten zum häuslichen Gebet einladen, die Kerzen, die schon jetzt abends viele Fenster erleuchten und das solidarische Miteinander. Durch sie wird Gottes Nähe spürbar."

 

Für alle zehn Kirchengemeinden des Ammerlands gilt bis auf weiteres:

 

  • Alle Kirchenbüros sind für den Publikumsverkehr geschlossen. Über Telefon, Fax oder E-Mail sind die Büros weiterhin erreichbar. Dies gilt auch für die Regionale Dienststelle des Ammerlands.
  • Alle Kirchen, Kapellen und Gemeindehäuser sowie die Räumlichkeiten der Arbeit mit Kindern und der Jugendarbeit sind geschlossen.
  • In den Kirchengemeinden wird allerdings zu den üblichen Gottesdienst- und Gebetszeiten geläutet.
  • Bis auf weiteres finden keine Andachten und Gottesdienste in den Kirchen oder anderen Gebäuden der Kirchengemeinden statt. Täglich erscheint eine Andacht auf der Homepage des Kirchenkreises.
  • Taufen und Trauungen sowie die Konfirmationen sind bis auf weiteres verschoben.
  • Konfirmandenunterricht findet nicht statt.
  • Trauerfeiern werden nur noch im kleinsten Kreis – entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen beschränkt auf zehn Personenim Freien stattfinden. Trauergespräche werden telefonisch durchgeführt. In seelsorgerlich gebotenen Einzelfällen können andere Regelungen gefunden werden.
  • Die Gruppen und Kreise der Kirchengemeinden pausieren. Auch Gastgruppen können die Räume nicht mehr zur Verfügung gestellt werden. Teilnehmende von Gastgruppen werden gebeten sich über ihre Leitungen über das weitere Procedere zu informieren.
  • Alle Gruppen der Kirchenmusik (Vokal- und Posaunenchöre und weitere Instrumentalgruppen) pausieren.
  • Konzerte und andere Veranstaltungen der Kirchenmusik werden verschoben.
  • Die Angebote der Jugendarbeit pausieren. Die Mitarbeitenden sind per Mail oder telefonisch erreichbar. Weitere Informationen über: https://www.evangelische-jugend-oldenburg.de/in-den-kirchenkreisen/ammerland/. Über http://ejo.de/cafe sind weitere digitale Angebote zu finden.
  • Es werden keine Besuche zu Geburtstagen, Ehejubiläen oder anderen Anlässen mehr gemacht. Die Pastorinnen und Pastoren der Kirchengemeinden sind weiterhin im Dienst und telefonisch oder per Mail für die Gemeindeglieder da.

Diakonie

  • Das Kreisdiakonische Werk im Ammerland mit seinen Standorten in der Langen Straße 6, Bad Zwischenahn und Hauptstraße 185, Apen sowie das Büro in Edewecht (Haus der offenen Tür) stellt die persönliche Beratung aus gegebenem Anlass vorerst ein. Telefonisch finden weiterhin Beratungen statt. Ausdrücklich ausgenommen von dieser Maßnahme sind vorerst Schwangerschaftskonfliktberatungen.
  • Bei Fragen aller Art können Sie auf unserer Homepage www.diakonie-ammerland.de die Telefonnummern der einzelnen Beratungen erfahren. Die Zentrale des Diakonischen Werkes im Ammerland kann telefonisch zu den üblichen Bürozeiten (Mo-Fr. von 9-12 Uhr) erreicht werden unter 04403-58877. Die Kleiderkammer in der Langen Straße 10, Bad Zwischenahn bleibt bis auf weiteres geschlossen. 

 

Bildungswerk

  • Die Arbeit des Ev. Bildungswerkes Ammerland pausiert. Für Rückfragen steht das Bildungswerk telefonisch (04488 77151) oder per Mail zur Verfügung: eeb-ammerland@No Spamevlka.de

 

Kindertagesstätten

  • Die Regelungen, die für die kirchlichen Kindertagesstätten in den Gemeinden gelten, sind über die Webseiten der jeweiligen Einrichtungen, Kommunen oder Kirchengemeinden zu erfahren.

 

Nähere und jeweils aktuelle Informationen können über die Internetseiten der Kirchengemeinden oder über diese Seite abgerufen werden.

 

Aktuelle Updates darüber hinaus finden Sie auf den Webseiten der einzelnen Kirchengemeinden:

 

Apen

Die Kirchengemeinde Apen läutet sonntags um 10 Uhr. 

Weitere Informationen unter: https://www.ev-kirche-apen.de

 

Edewecht

https://www.ev-kirche-edewecht.de.

 

Elisabethfehn

http://www.christuskirche-elisabethfehn.de

 

Friedrichsfehn-Petersfehn

https://kirche-friedrichsfehn-petersfehn.de.

 

Idafehn

http://kirche-idafehn.de

 

Rastede

https://www.ev-kirche-rastede.de

 

Reekenfeld

Die Kirchengemeinde weist darauf hin, dass kein Osterfeuer stattfindet. Daher dürften auch keine Strauchmaterialien gebracht werden.

 

Westerstede

Die Kirchengemeinde organisiert Einkaufsdienste für Personen, die ihre Wohnung nicht verlassen dürfen. Weitergehende Informationen auf der Homepage der Kirchengemeinde: www.kirche-westerstede.de

 

Wiefelstede

Sonntags um 10 Uhr läuten die Glocken des ältesten Ammerländer Gotteshauses und Pastor und Pastorin halten in der Kirche ohne Öffentlichkeit Fürbitte. 

Weitere Informationen unter: https://wiefelstede.kirche-oldenburg.de

 

Zwischenahn

Die Gemeinde hält Hilfen im Alltag bereit (z.B. Einkaufen). Wer eine Hilfe braucht, melde sich bitte telefonisch im Kirchenbüro (04403 93760). Aktuelle Informationen können neben der Webseite der Gemeinde (https://www.ev-kirche-zwischenahn.de) hier auch über Facebook abgerufen werde: www.facebook.com/KircheZwischenahn 

Kirche reagiert auf Herausforderung durch das Corona-Virus

Bad Zwischenahn. Am Montag, den 16.03.2020, haben die Verantwortlichen in den Gemeinden, Werken und Einrichtungen der Ev.-luth. Kirche im Kirchenkreis Ammerland auf Einladung und unter der Leitung von Kreispfarrer Lars Dede in Bad Zwischenahn kurzfristig ihre Reaktion auf die Herausforderung durch das CORONA-Virus koordiniert.

 

„Alle verabredeten Regelungen haben nur das eine Ziel: Leben zu schützen und die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. Nähere und jeweils aktuelle Informationen – z.B. auch, was die Erreichbarkeit der örtlichen Kirchenbüros angeht – können über die Webseiten der Gemeinden und des Kirchenkreises abgerufen werden, die laufend aktualisiert werden“, erläutert der Kreispfarrer weiter und hebt hervor, dass die Pfarrerinnen und Pfarrer weiterhin selbstverständlich ihren seelsorgerlichen Dienst vor Ort versehen und für ihre Gemeindeglieder da sind. Auch die Beratungsangebote der Diakonie sind telefonisch erreichbar. Zugleich bittet er, - wo immer möglich - persönliche Kontakte zu vermeiden. Fast alles könne auch fernmündlich oder über das Internet geregelt werden. Da die gewohnte kirchliche Arbeit durch die geforderten Vorsichtsmaßnahmen stark eingeschränkt ist, wird auf der Homepage des Kirchenkreises und den Internetpräsenzen der einzelnen Kirchengemeinden täglich eine Andacht erscheinen, die Trost, Mut und Zuversicht zusprechen soll.

 

Über die Homepages der Kirchengemeinden und Einrichtungen sind in den nächsten Tagen auch weitere verabredete Aktivitäten zu finden, dieser Krise kreativ und mit Gottvertrauen zu begegnen.

 

„Die Kirchengemeinden des Ammerlands folgen damit den Empfehlungen, die uns der Krisenstab unserer Kirchenleitung unter dem Vorsitz unseres Bischofs, Thomas Adomeit, am Freitagmittag und Sonntagabend vorgeschlagen hatte“, fasst Kreispfarrer Dede das Ergebnis der Abstimmung zusammen und betont: „Diese Empfehlungen werden sich laufend der jeweiligen Situation anpassen, so dass sich fortlaufend Veränderungen vor Ort in den Gemeinden ergeben werden. Als Ev.-luth. Kirche im Ammerland sind und bleiben wir aber für die Menschen da. Gerade jetzt. Denn Gott hat uns mit dem Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit beschenkt.“ Getragen von jenem Geist seien auch die Maßnahmen, die miteinander abgestimmt wurden. „Diese Zeit fordert uns dazu auf, füreinander einzustehen und uns gegenseitig zu stützen. Möge es den Fachleuten so rasch wie möglich gelingen, Methoden und Mittel zu finden, dieser Krankheit Einhalt zu gebieten“ so Dede.

Aktuelles

Di, 28.08.2018Landwirtschaft, Gleichstellung und Konsum im Blickpunkt - Zweite Auftaktveranstaltung zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung

„Lebendig, ausgesprochen informativ und inspirierend“ fanden Besuchende sowie das Organisationsteam das zweite Ammerländer Gespräch zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Im Evangelischen Gemeindehaus in Rastede wurde lange nach Veranstaltungsende immer noch diskutiert. Mit ihrem Vortrag und Fachwissen überzeugte Dr. Ruth Gütter, Oberkirchenrätin und Referentin für Nachhaltigkeit bei der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

„Sie sind genau die Richtige für dieses Thema“, begrüßte Lars Dede, Kreispfarrer im Kirchenkreis, die Referentin und eröffnete damit den Abend mit Vortrag und Gedankenaustausch zu den „nachhaltigen Entwicklungszielen“. (engl. „Sustainable Development Goals - SDGs“). Die Umsetzung der 17 Ziele mit ihren 169 Unterpunkten sei ein Auftrag an alle. „Es geht in dieser Reihe um uns, und darum, was wir bewegen und erreichen können“, erklärte Pfarrer Dede.

Das Evangelische Bildungswerk Ammerland ist zur Umsetzung des Vorhabens eine Kooperation mit Engagement Global und deren Außenstelle in Hamburg eingegangen. Engagement Global arbeitet im Auftrag der Bundesregierung und wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert. Mit dem Ministerium teilt Engagement Global das Ziel, mehr Bürgerinnen und Bürger für entwicklungspolitisches Engagement zu gewinnen.

Dagmar Maur, Leiterin der Abteilung Außenstellen bei Engagement Global, war aus Bonn nach Rastede gekommen und stellte in ihrem Grußwort die Kooperation vor. „Uns geht es darum, mit den SDGs auch Menschen im ländlichen Raum zu erreichen. Wir freuen uns über diese Kooperation.“

 

Agenda 2030 ist eine Herausforderung für unsere Kirchen

 

Die Referentin Dr. Ruth Gütter war beeindruckt, „was Sie hier im Ammerland auf die Beine stellen.“ Sie finde das Format gut, und werde die Anwendung in anderen Kirchenkreisen anregen. „Die Agenda 2030 ist auch eine Herausforderung für uns als Kirche“, sagte Gütter. „Warum? Weil unsere Grenzen erreicht sind! Wenn alle Menschen so leben wie wir, braucht es zwei bis drei Erden.“ Nachhaltigkeit sei für Kirche kein neues Thema. Schon 1975 forderte der Ökumenische Rat der Kirchen auf seiner Vollversammlung in Nairobi eine „verantwortliche und nachhaltige Gesellschaft “ und setzte damit erstmals die Nachhaltigkeit auf die internationale Agenda.

„Es besteht in unserer Gesellschaft durchaus Handlungsbedarf – es geht darum, Grundlagen zu schaffen.“ Die „Agenda 2030“ sei eine ehrgeizige und umfassende Aufgabe. „Die kirchliche Forderung an die Bundesregierung ist, diese Ziele vollständig umzusetzen und nicht nur einzelne Themen heraus zu greifen.“

Dr. Ruth Gütter stellte in ihrem Vortrag vier Ziele vor, die besonders relevant für Kirche seien: Das Ziel 2 „Hunger beenden, Ernährungssicherheit und nachhaltige Landwirtschaft fördern“, das Ziel 5 „Geschlechtergleichstellung erreichen, alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen“, weiterhin das Ziel 10 „Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern“ und das Ziel 12 „Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen“.

 

Starkes Interesse der Besuchenden

 

An der nachfolgenden Diskussionsrunde beteiligten sich viele der Besuchenden sehr intensiv. Es ging dabei auch um die Frage nach dem Wachstum in Deutschland und anderen Ländern. Kritisch wurde angemerkt, dass Fair Trade seit den 1970er Jahren bestehe und von kirchlichen Einrichtungen viel mehr genutzt werden sollte. Dr. Gütter ging auf alle Wortmeldungen ausführlich ein. Häufig stimmte sie der Kritik zu. „Wir müssen Anstrengungen verstärken und in den Dialog gehen, als Kirche stärker unsere Potentiale nutzen. Das bedeutet Überzeugungsarbeit.“ Das gelte auch bei der Frage, wie Kirche ökologische Landwirtschaft unterstütze. Allerdings, so räumte sie ein, gäbe es in der Kirche in dieser Frage eben auch sehr unterschiedliche Positionen.

„Alle Anstrengungen im Privaten reichen nicht“, ist die Fachreferentin für Fragen der Nachhaltigkeit überzeugt. „Politik muss den Rahmen durch Gesetze schaffen. Das gilt auch für Kirche. Die Kluft zwischen Erkenntnis und Handeln ist nach wie vor groß. Aber diese Kluft ist der Stachel, der uns antreiben muss, mehr zu tun. Der Glaube an einen gnädigen Gott helfe, zu den eigenen Fehlern zu stehen und immer wieder von vorn zu beginnen.“ Gesetze würden in Synoden auf den Weg gebracht, dort müssten die Synodalen überzeugt werden.

 

Ideenschmiede zur Umsetzung

 

Barthel Pester begleitet gemeinsam mit Helena Inkermann die vier Vortragsveranstaltungen sowie vier sich anschließende Ideenschmieden. Eine Steilvorlage war für Pester die letzte Frage aus dem Publikum, wer denn aus dieser Runde des Abends an Umsetzungen zu den vier vorgestellten Zielen weiterarbeiten würde. Diese Möglichkeit bestehe bereits am Montag, 03.09.2018. Dann findet um 19 Uhr – wieder im Gemeindehaus am Rasteder Denkmalsplatz – die Ideenschmiede zu den vier SDGs statt. „Ideen sammeln im offenen Prozess - was können wir tun – darüber werden wir dann beraten“, erklärte Barthel Pester.

Nach den Treffen in den vier Ideenschmieden sollen zwei Arbeitsgruppen im Kirchenkreis Ammerland starten. Es wird eingeladen, in diesen Arbeitsgruppen das eine oder das andere Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen gemeinsam zu diskutieren und praktisch im Kirchenkreis Ammerland umzusetzen.

 

Nachhaltig

 

„Solch eine lebendige Veranstaltung habe ich selten erlebt“. Dagmar Maur von Engagement Global war begeistert. Auch Peter Tobiassen vom Evangelischen Bildungswerkes Ammerland war mit dem Abend ausgesprochen zufrieden. Für ihn ist es wichtig, bei Beschlüssen „von oben, wie hier von den Vereinten Nationen“, die Themen in den Kirchenkreis zu holen und in Arbeitsgruppen etwas dazu umzusetzen. Die Ziele für nachhaltige Entwicklung seien dabei ja ein bisschen die weltliche Ausformulierung der kirchlichen Themen „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“. Kreispfarrer Lars Dede beendete den Abend mit einem Segen. „Ich bin dankbar, dass sich so viele Menschen mit Ideen und Fragen eingebracht haben. Ich hoffe, dass jetzt konkrete Projekte daraus erwachsen.“                                                                                   von Bärbel Romey                                                                       

 

 

 


  • Startseite
  • RSS
  • Zum Seitenanfang
  • Seite drucken